Freitag, 5. Februar 2016

Wir sind umgezogen! We've moved!

Ihr findet uns in Zukunft auf:

You'll find us on: iww-frankfurt.org

Dienstag, 20. Oktober 2015

»Direct Unionism« | Strategie für erfolgreiche Basisgewerkschaften auf der Höhe der Zeit



Foto: Flickr/Marcela-PalmaEine Empfehlung für alle aktiven Kolleginnen und Kollegen unter uns, die im Praxisdschungel nicht die Orientierung verlieren wollen.
Frieda Heumann, Bildungsarbeiterin und Organizerin der IWW, Berlin

Unter dem Titel: »Direct Unionism« - Strategie für erfolgreiche Basisgewerkschaften auf der Höhe der Zeit“ hat die Ortsgruppe Frankfurt am Main, der weltweiten Basisgewerkschaft Industrial Workers of the World, ein Diskussionspapier über die erfolgreiche Zukunft von Basisgewerkschaften im deutschsprachigen Raum herausgegeben.

Dieses Diskussionspapier entwirft eine Vision davon, wie ArbeiterInnen zurückschlagen können. Eine Vision von der wir hoffen, dass sie eine breitere Diskussion entfachen wird. »Direct Unionism« beschreibt deutlich und offensiv was es heißt Macht am Arbeitsplatz auf der Basis kollektiver direkter Aktionen aufzubauen, mehr noch als Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen abzuschließen.

Wir denken, dass ArbeiterInnen ihre Kämpfe am Arbeitsplatz durch ihre Fähigkeit den Betriebsablauf zu stören, gewinnen, und nicht dadurch, dass sie die offizielle Anerkennung durch ihre ChefInnen erlangen. Mit diesen Gedanken haben wir ein paar spezifische Szenarien zusammen getragen, die uns beim Organizing und den alltäglichen Auseinandersetzungen helfen. Es sind die Modelle und Pläne, von denen wir denken, dass ArbeiterInnen sie überall einsetzen können.

Dieser Text ist der Beginn einer Diskussion – vielmehr noch als das letzte Wort. Aber wir denken es ist ein wichtiger Anfang. Er ist die deutsche Übersetzung eines Textes vom AutorInnenkollektiv „Recomposition – Notes for a new workerism“ der IWW aus Edmonton/Kanada. 

Weitere Stimmen: 
Lesen und umsetzen! Dann stehen wir ArbeiterInnen endlich im Mittelpunkt, nicht mehr die ChefInnen.
Erik Forman, Organizer der IWW, u.a. bei Starbucks und Jimmy John's in Hong Kong & New York City

„Ich halte Basisgewerkschaften für unverzichtbar um die Verbindung zwischen den weltweiten Migrationsbewegungen und den örtlichen Kämpfen herzustellen. Diese Broschüre hilft, sie aufzubauen.“
Felix Syringus, ehemaliges Mitglied des Antirassismus Büro Bremen 

Der komplette Text kann online gelesen und heruntergeladen werden:

Außerdem sind gedruckte Ausgaben gegen eine kleine Spende, beim Literaturversand der IWW im deutschsprachigen Raum erhältlich: versand@wobblies.de

Wir erwarten mit Vorfreude eure Weiterverbreitung, Feedback, Kritik, Rezensionen und/oder Veranstaltungen zu der Broschüre.

Montag, 12. Oktober 2015

„Ich bin überhaupt nicht schlecht gelaunt, wenn ich an die Zukunft denke.“

Ein Gespräch zwischen der Antifa Kritik & Klassenkampf (akk), Heiner Köhnen vom Netzwerk transnational informations exchange germany (tie) und Mark Richter von den Industrial Workers of the World (IWW) Frankfurt a.M. über Probleme und Potentiale basisgewerkschaftlicher Organisierung heute.

Erschienen auf Labournet: http://www.labournet.de/politik/gw/kampf/kampf-all/ich-bin-ueberhaupt-nicht-schlecht-gelaunt-wenn-ich-an-die-zukunft-denke/

Freitag, 14. August 2015

Aufruf: Helft den Geflüchteten auf dem Mittelmeer! Call for Action: Help Refugees on the Mediterranean Sea! | Mai 2015/ May 2015


  -> English and Francais follows German
Please forward this Mail to People who may be interested!  Bitte leitet diese Mail an alle interessierten weiter! 

Fellow Worker,   
wie ihr in den letzten Wochen vielleicht mitbekommen habt, sind die Tode an den EU-Außengrenzen gerade wieder auf einem Höhepunkt. Viele Menschen müssen verstärkt aus den Kriegs- und Elendsgebieten im Nahen Osten und in Afrika flüchten. Gleichzeitig werden die EU-Außengrenzen noch brutaler abgeschottet. Dagegen gibt es in ganz Europa Widerstand, der sich zunehmend vernetzt. Wobblies hier in einigen deutschen Städten sehen uns als Teil dieses gesamteuropäischen Widerstandes und fordern euch auf, ebenfalls mitzumachen, soweit euch das möglich ist. [...]

Mittwoch, 29. Juli 2015

Wobbly für ein Leben lang




Du hast also zum dreizehnten Mal deine Beiträge bezahlt und dein delegate deine niegel nagel neue Red Card ausgefüllt, die dich nunmehr 5 Jahre begleiten wird und damit die schnöde einjährige Starterkarte ersetzt?

Wenn dem so ist, zunächst einmal, herzlichen Glückwunsch und ein Tipp: Versuch sie gar nicht erst in deiner Brieftasche aufzu-bewahren, das klappt eh nicht. Zweitens, lass uns darüber nachdenken, wie wir sicher gehen können, dass dies nur eine von vielen Fünfjahreskarten sein wird. In den USA haben wir das Ziel in 10 Jahren 10.000 neue Wobblies zu gewinnen. 

Montag, 8. Juni 2015

Veranstaltung in Frankfurt am Main: "Geht nicht, gibt's nicht!" Gewerkschaftliche Organisierung im Niedriglohnbereich, am Beispiel der Industrial Workers of the World in New York City

-> English Version below

Der allgemeinen Verschlechterung der Lebenslage für alle Lohnabhängigen in der BRD der letzten 25 Jahre konnten die  Mainstream Gewerkschaften wie der DGB nichts entgegensetzen – und wollten es eigentlich auch nicht
so richtig. Aber auch von linker (gewerkschaftlicher) Seite waren die Versuche, dem etwas entgegen zu setzen, begrenzt. Oft genug scheinen die Organisierungsbemühungen wenig von Erfolg gekrönt zu sein. Viele Linke in der BRD sind deshalb auch der Meinung, dass es gerade im prekären
Niedriglohnbereich nicht möglich ist, sich mit KollegInnen zusammen zu organisieren. Das dem nicht so sein muss, zeigen die Erfolge der IWW in den USA, aber auch in der Bundesrepublik. Mit Übersetzung Deutsch/Englisch.

Freitag, 15. Mai 2015

Wie ich gefeuert wurde und meinen Job wiederbekam


Von Emmett J. Nolan (Portland, Oregon USA)

Dieser Artikel kommt von einem Organizer der »Industrial Workers of the World (IWW)« aus Portland, Oregon (USA) und beschreibt die Umstände unter denen er gefeuert wurde und anschließend zurück an seinen Arbeitsplatz kam. Wissend, dass Kündigungen die größte Gefahr während des Organizings darstellen, sind solche detaillierten Beschreibungen sehr wertvoll für ArbeiterInnen, die lernen möchten sich zu organisieren. Emmett organisierte sich in einem typischen Umfeld: Ohne Gewerkschaft, nur halb-öffentlich und bemüht darum, die Fehler der Business-Unions nicht zu wiederholen, Arbeit ohne Betriebsvereinbarungen, Gewerkschaftswahlen oder die typischen Abmachungen zwischen Gewerkschaften und Geschäftsführung. Emmetts Geschichte ist hilfreich um zu zeigen, welche Spannungen im Arbeitsprozess entstehen und wie es möglich ist, Dinge zu verändern.

Weiterlesen auf Labournet:

Freitag, 20. März 2015

Debattenbeitrag von IWW OrganizerInnen in der »Analyse & Kritik« zum Verhältnis von linkem Aktivismus und eigener Berufstätigkeit

Wie sich der Reformismus in die »spannenden Jobs« vieler Linker schleicht. 

Die Arbeitsbedingungen dominieren den Inhalt der Lohnarbeit - trotz der Schönrederei der Berufspraxis linker Akademiker_innen

 

Von Frieda Heumann und Mark Richter
Wo stehst du, wenn es knallt? Die Antwort liegt in der eigenen kämpferischen Praxis. Denn ob Linke Katalysator für die Revolte sind oder nur die zukünftige Innovationselite für das Kapital, ist keine Frage der Theorie. Das klingt zwar hart, verdeutlicht aber auch die Lücke zwischen dem Anspruch der radikalen Linken und der realen Teilnahme an stattfindenden Kämpfen. Entgegen der Behauptung vieler Linker gibt es die befriedeten Arbeitsplätze gar nicht, an denen Kolleg_innen nicht tagtäglich von ihren Chef_innen drangsaliert werden. Selbst die Jobs, in denen die gut ausgebildete Mittelschicht arbeitet, sind von Konflikten geprägt. Diese werden jedoch oft als individuelles Fehlverhalten verhandelt. Dieser Umstand taucht in der Debatte zu selten auf. Er offenbart sich nämlich erst, wenn man mittendrin steckt oder sich aufmerksam mit Kolleg_innen unterhält. Daher unsere Devise: Organize!

Dienstag, 3. Februar 2015

Mit dem DGB gegen die AfD?

Von der IWW Bremen:
In den Bemühungen, eine große, einheitliche Demonstration zum AfD Bundesparteitag im Hotel Maritim am 31. Januar vorzubereiten, spielen DGB-Funktionär/innen aus verschiedenen politischen Richtungen eine wichtige, aber nicht unwidersprochene Rolle. Das gemeinsame Bemühen der DGB-Aktivist/innen, in der Hauptsache bei verschiedenen Einzelgewerkschaften angestellten Sekretäre, ist darauf ausgerichtet, den DGB in eine herausragend sichtbare Position zu bringen. Am besten in die erste Reihe mit besonderer Berücksichtigung bei Redebeiträgen und Presseauftritten.
Wir möchten mit diesem Beitrag einen Blick auf die inhaltlichen Positionen werfen, für die der DGB sich in den letzten Jahren stark gemacht hat und daran bewerten, ob ein Platz in der ersten Reihe angemessen ist.
Die AfD steht für eine extreme Variante deutschen Nationalismus, sie schürt rassistische Anschauungen zu Angst vor Zuwanderer/innen in die Sozialsysteme. In besonderer Weise propagiert die AfD die kapitalistischen Konkurrenzverhältnisse und feiert Leistungszwang. Wer sich für den Standort Deutschland kein Bein ausreißen kann oder will, soll harsch diszipliniert werden: Zahlreiche AfD-Denker/innen haben schon sehr laut über den Entzug des Wahlrechts für BezieherInnen von Sozialleistungen (Hartz IV) nachgedacht. Die AfD bedient Stammtischhetze gegen Minderheiten, befördert Homophobie, schürt viele Proteste gegen die Einrichtung von Unterkünften für Flüchtlinge.

Dienstag, 13. Januar 2015

Antidemokratisches Seminar im Mercure Hotel Eschborn verhindern!

"Der Boss braucht dich - du brauchst ihn nicht!"
Am 08. Januar begann im Mercure Hotel in Eschborn eine antidemokratische Seminarreihe der Kanzlei Schreiner & Partner, die sich vornehmlich damit beschäftigt, wie die Rechte von Lohnabhängigen in Betrieben systematisch hintergangen werden können. In diesen Seminaren geht es vor allem darum Unternehmenschefs und Personaler*innen miese Tricks im Umgang mit kämpferischen Betriebsräten und unliebsamen Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmern beizubringen. Bereits die Titel der Seminare sprechen Bände, wie eine beispielhafte Auflistung zeigt: 
  • „Der Umgang mit schwierigen Betriebsräten – So reagieren Sie richtig auf blockierende, übereifrige oder fremdgesteuerte Betriebsräte.“ (08.01), - „Die einseitige Änderung von Arbeitsverhältnissen 
  • So flexibilisieren Sie ihre Arbeitsverhältnisse“ (04.02.), - „Die Kündigung störender Arbeitnehmer 
  • So gestalten Sie kreativ Kündigungsgründe“ (05.02.), 
  • „So weisen Sie ihren Betriebsrat in die Schranken“ (25.03.) und zum krönenden Abschluss am 22.04: „In Zukunft ohne Betriebsrat“. 

Existenziell Bedroht: Erwerbslos  / prekär / befristet / Niedriglohn

Flickr: fabian-felixHeute präsentieren wir euch einen Veranstaltungsmitschnitt des Blockupy Bündnis Bremen mit Herbert Thomsen vom Bremer Erwerbslosenverband.
Er referiert über die so genannte Erwerbslosenbewegung, die Schaffung des Niedriglohnsektors mit Hilfe des DGB und den Widerstandsperspektiven. Der Vortrag fand bereits im April 2014 statt, bleibt aber weiterhin aktuell.
https://www.youtube.com/watch?v=s9fuR2eGVCQ

Freitag, 9. Januar 2015

8,50 Euro Mindestlohn – Hartz IV ist gewiss

via IWW Bremen
Flickr: Dennis SkleyAm 1. Januar 2015 ist es soweit: Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro kommt. Es gibt viele Ausnahmen extra für Zeitungszusteller/innen, Menschen unter 18 Jahren, Azubis, ausbildungsbegleitende Praktika und für Langzeitarbeitslose.
Der DGB sieht im Mindestlohn eine wichtige Komponente für fairen Lohn und gute Arbeit. Die Bundesregierung sieht die Würde in der Arbeit wiederhergestellt.
An der betrieblichen Ausbeutung wird der Mindestlohn nichts ändern. Die Unternehmen planen umfangreiche Maßnahmen sich schadlos zu halten, so etwa die Einstellung von billigen Auszubildenden oder die Ausweitung von unbezahlten Überstunden. Wehren müssen wir uns selbst – es hilft kein Gesetz.


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Interview mit der IWW: „Geht nicht, gibt’s nicht!“ Organisierung im Niedriglohnsektor.


Der allgemeinen Verschlechterung der Lebenslage für alle Lohnabhängigen in der BRD der letzten 25 Jahre konnten die Mainstream Gewerkschaften wie der DGB nichts entgegensetzen – und wollten es eigentlich auch nicht so richtig.
 Aber auch von linker (gewerkschaftlicher) Seite waren die Versuche dem etwas entgegen zu setzen, begrenzt. Oft genug scheinen die Organisierungsbemühungen wenig von Erfolg gekrönt zu sein. Viele Linke in der BRD sind deshalb auch der Meinung, dass es gerade im prekären Niedriglohnbereich nicht möglich ist, sich mit KollegInnen zusammen zu organisieren. Das dem nicht so sein muss, zeigen die Erfolge der IWW in den USA, aber auch in der Bundesrepublik. Dazu sprach Mark Richter von der IWW Frankfurt am Main mit Radio Corax. Das Interview könnt ihr euch hier anhören:
Anhören auf soundcloud.com 

Dienstag, 2. Dezember 2014

Wer verdient was? Dürfen wir im Betrieb über unsere Löhne reden?

Via: IWW Bremen

Oftmals schreiben die Unternehmen in die Arbeitsverträge, „über den Lohn / das Gehalt ist Stillschweigen zu bewahren“. Das hätten sie gern, dass sie allein und willkürlich über unsere Löhne entscheiden können. Damit hätten sie die Macht, der einen KollegIn weniger und der bereitwilligen ÜberstundenklotzerIn, bei gleichen Arbeitsaufgaben, mehr Lohn zu zahlen. Das Ziel ist, uns schön gegeneinander ausspielen und unter dem Strich bei den Löhnen zu sparen.
Aber ist die Schweigeverpflichtung eigentlich zulässig? Hält eine entsprechende Passage im Arbeitsvertrag einer gerichtlichen Überprüfung stand? Nein. Dies hat zuletzt das Landesarbeitgericht in Mecklenburg Vorpommern beschlossen.

 "Zwei KollegInnen hatten sich über ihre jeweiligen Gehälter unterhalten. Der Chef eines Betriebes in Schwerin hatte dies mitbekommen und den KollegInnen eine Abmahnung ausgesprochen. Beide KollegInnen klagten beim Arbeitsgericht auf Entfernung dieser Abmahnung aus der Personalakte und bekamen recht. Der Chef ging beim Landesarbeitsgericht in Berufung und bekam erneut eine Abfuhr. Das Gericht erklärte die Passage aus dem Arbeitsvertrag, die ein Stillschweigen über die Lohnhöhen festschreiben sollte, für unwirksam."

(LAG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 21.10.2009 Aktenzeichen: 2 Sa 237/09)

Das Landesarbeitsgericht führte in seiner Begründung an, dass es bei der Lohngestaltung einen Gleichbehandlungsgrundsatz gibt. Daraus folgt, dass bei annähernd gleichen Tätigkeiten auch ein vergleichbarer Lohn gezahlt werden muss.
Um aber als Beschäftigte feststellen zu können, ob denn dieser Gleichbehandlungsgrundsatz vom Unternehmen auch eingehalten wird und ob nicht eine Benachteiligung stattfindet, gibt es keine andere Möglichkeit, als sich untereinander über den jeweils gezahlten Lohn zu unterhalten.
Außerdem darf es auch gegenüber einer Gewerkschaft kein Stillschweigen zur Lohnhöhe geben. Eine Gewerkschaft muss in Erfahrung bringen können, welche Löhne in einem Betrieb oder einer Branche gezahlt werden, um Lohnforderungen gegenüber den Unternehmen aufstellen zu können.
Also: Wer über seinen Lohn redet, darf im Betrieb nicht abgestraft werden. Entsprechende Passagen in Arbeitsverträgen, als Aushang oder Mitteilung des Unternehmens, halten einer gerichtlichen Überprüfung nicht stand.
Beim Lohntüten-Vergleich mit den Kolleg/innen können wir Mut bekommen, mehr zu fordern, anderen den Rücken stärken, zusammen gleiche Löhne durchsetzen und so auch in Zukunft gemeinsam regelmäßige Lohnanpassungen bekommen – ohne, dass sie sich Einzelne rausgreifen und zu falscher Bescheidenheit zwingen können.

Lasst uns reden! Dies kann uns nur nutzen.

Als .PDF herunterladen

 

Dienstag, 4. November 2014

Neue Email-Adresse der IWW Frankfurt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte schreibt in Zukunft an: iww-frankfurt[at]systemausfall.org
([at] ist Spamschutz und muss durch @ ersetzt werden)

Euer Webteam.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
https://www.flickr.com/photos/pink_farasha/6180938017
Aufgrund einiger Veränderungen in der Ortsgruppe in FFM konnten wir eure Email-Anfragen der letzten Monate leider nicht beantworten. 
Wir werden so schnell wie möglich die Kontaktdaten aktualisieren und euch auf den neuesten Stand bringen.
Bitte wendet euch zunächst einmal an die Mailadresse des Sekretariats im deutschsprachigen Raum: GLAMROC@Wobblies.de 

Bitte entschuldigt für die Probleme der letzten Monate!
Euer 
Webteam der IWW Frankfurt

Donnerstag, 25. November 2010

Stuttgart 21 – Das Projekt – der Widerstand – die Folgen

Ein Abend mit Hintergrundinfos, Videos und anderen Beiträgen

Mittwoch 15. Dezember um 20 Uhr im SIKS (Stadtteilinitiative Koblenzer Straße), Koblenzer Str. 9 (Ffm-Gallus)

Mit dem Infrastrukturprojekt "Stuttgart 21" versuchen die Deutsche Bahn und die baden-Württembergische Landesregierung gegen den Willen der Bevölkerung ein Prestigeprojekt ohne jeden verkehrspolitischen Nutzen durchzusetzen. Das gesamte Vorhaben würde in Verbindung mit einer kurzen Schnellbahnstrecke nach Ulm mindestens 9 Milliarden Euro verschlingen. Geld, das bundesweit fehlen würde, wo es wirklich gebraucht wird.

Stuttgart 21 ist nicht zuletzt ein Privatisierungsprojekt, mit dem 100 Hektar Grund und Boden in bester innerstädtischer Lage aus öffentlichem Eigentum (erst Bahn, dann Stadt Stuttgart) an Investoren und Spekulanten verkauft würden. Um diesen Coup zu ermöglichen, muss das Gleisfeld hinter dem Bahnhof frei gemacht werden. Dazu soll ein funktionierender oberirdischer Kopfbahnhof durch einen vorne und hinten nicht durchdachten unterirdischen Durchgangsbahnhof und 33 km Tunnelstrecken ersetzt werden. Statt bestehende Engpässe zu beseitigen, würden neue geschaffen.

Gegen dieses Projekt hat sich vor allem in den letzten Monaten massiver Widerstand formiert, eine bunte Kultur des Protests und des zivilen Ungehorsams entwickelte sich. Dass diese für viele von uns überraschende und teilweise auch inspirierende Entwicklung nicht von ungefähr kommt, sondern eine längere Vorgeschichte hat, zeigt unser Referent mit Hintergrundinfos, Bild- und Tonbeiträgen. Wir wollen an diesem Abend Zusammenhänge aufzeigen, die kreativen Seiten des Widerstands gegen Stuttgart 21 mit in den Vordergrund stellen und die Perspektiven diskutieren.

Veranstaltet von: IWW Frankfurt/M




Freitag, 3. September 2010

Die große Wut und die kleinen Schritte

Gewerkschaftliches Organizing zwischen Protest und Projekt

Buchvorstellung und Diskussion mit Peter Birke (Autor und Historiker, Hamburg)

Montag 27. September um 20 Uhr im SIKS (Stadtteilinitiative Koblenzer Straße)
Koblenzer Str. 9 (nahe S-Bahn-Station-Galluswarte)

Die Gewerkschaften verlieren seit Jahren in vielen Ländern an Einfluss und Mitgliedern. In den USA wurde dieser Krise mit Techniken der Organisierung begegnet, die zuvor in den Kämpfen der radikalen Linken und der sozialen Bewegungen erprobt worden waren. Als internationales Vorbild gelten dabei häufig die Protestaktionen der GebäudereinigerInnen in Los Angeles zu
Beginn der 1990er Jahre. Ihre »Justice for Janitors«-Aktionen wurden durch den Film »Bread and Roses« von Ken Loach weithin bekannt und stilbildend.

Seitdem hat der Traum von einer Erneuerung der Weltgewerkschaftsbewegung wieder Auftrieb erfahren, und Organizing wurde in Gewerkschaften und sozialen Bewegungen zum neuen Zauberwort. Aber was ist Organizing überhaupt? Und sind die Methoden, die ein Teil der US-Gewerkschaftsbewegung entwickelt hat, überhaupt übertragbar? Was können wir aus den transnationalen Erfahrungen in anderen Ländern – wie Südafrika und Südkorea – lernen? Welche Widersprüche bestehen zwischen dem »Eigensinn« der Kämpfe und der institutionellen Logik der Gewerkschaften? Und wie kann die Wut über sich verschlechternde Arbeits- und Lebensbedingungen in alltägliches, kollektives Handeln jenseits von Vereinzelung und Konkurrenz der ArbeiterInnen untereinander verwandelt werden?
Das Buch von Peter Birke rekonstruiert die Genese des Organizing im transnationalen Maßstab und berichtet über aktuelle Erfahrungen in einigen deutschen Organizing-Projekten. Darüber und über die Möglichkeit der Entwicklung selbstorganisierter Organizing-Konzepte von unten wollen wir gerne mit dem Autor und den TeilnehmerInnen der Veranstaltung diskutieren.

Veranstaltet von:
Industrial Workers of the World
Allgemeine Ortsgruppe Frankfurt

In Kooperation mit: Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

Montag, 21. Juni 2010

Opel-Krise ohne Ende – Alternativen zu Co-Management und Standortnationalismus?

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Wolfgang Schaumberg von »Gegenwehr ohne Grenzen« (GoG),
unabhängige Betriebsgruppe bei Opel Bochum

Mittwoch 30. Juni um 19.30 Uhr im SIKS (Stadtteilinitiative Koblenzer Straße e.V.),
Kob
lenzer Str. 9 (nahe S-Bahn-Station Galluswarte)

10 000 Arbeitsplätze weniger und rund 1,3 Mrd. Euro – das ist der Preis, den die Opel-Beschäftigten in den nächsten fünf Jahren europaweit für die Opel-Sanierung zahlen sollen. Zwei Drittel der Beiträge tragen die MitarbeiterInnen an den deutschen Standorten in Bochum, Eisenach, Kaiserslautern und Rüsselsheim. Der Betriebsrat wirft Opel-Chef Reilly Entscheidungen nach Gutsherrenart vor. Allerdings haben Konzernbetriebnsrat und Gewerkschaft während der Opel-Krise selbst nicht gerade eine gute Figur gemacht und sich mit ihren Verlautbarungen voll in den Dienst des Unternehmens gestellt.
»Gegenwehr, das müssen wir schon selber tun«, lautet ein zentrales Motto, mit dem die basisgewerkschaftliche Gruppe »Gegenwehr ohne Grenzen« (GoG) bei Opel-Bochum seit 38 Jahren mit ihrem kämpferischen Kurs keinen Konflikt mit dem Management und der Gewerkschaftsbürokratie scheut. Die GoG organisiert sich gegen Standortnationalismus und Verzichtslogik. Ein großer Teil der Belegschaft, die mit Verzicht auf Lohnerhöhungen und Kurzarbeit schon lange für die Krise zahlt, folgt momentan mit der Faust in der Tasche dieser Standortlogik. Wie lange noch? Je weniger die Bochumer Opel-Belegschaft ihre Forderungen an eine »Opel-Rettung« knüpft, je mehr also ein Überleben auch ohne Opel gefordert wird, zusammen mit den anderen Krisenopfern, desto größer ist die Chance, dass eine breite betriebs- und branchenübergreifende Protestbewegung der Lohnabhängigen entsteht.

Wolfgang Schaumberg wird die Analyse der Gruppe zur Krise in der Automobilindustrie und den Perspektiven einer klassenkämpferischen und antikapitalistischen Betriebslinken darstellen. In diesem Zusammenhang wird auch eine Bilanz der betrieblichen und sozialen Auseinandersetzungen der letzten Jahre, etwa des »wilden Streiks« 2004 im Bochumer Opelwerk und die kritische Betrachtung der Rolle der Gewerkschaften eine Rolle spielen. Wir
freuen uns auf eine spannende und kontroverse Diskussion.

Donnerstag, 11. Februar 2010

EUREST schmeckt uns nicht - internationaler Aktionstag auch in Frankfurt


Mitglieder der Allgemeinen Ortsgruppe und der EREST-Betriebsgruppe der IWW versammelten isch vor der Commerzbank in der Kleyerstraße, um sich mit den gemobbten Betriebsräten der Kantine im Kölner Ford-Entwicklungswerk zu solidarisieren. Danach verteilten Wobblies Flugblätter u.a. vor der Commerzbank-Zentrale.

Weitere Infos und Updates zum EURTEST-Aktionstag unter http://www.wobblies.de/?p=490