Samstag 6. Juni 2009 um 14:30 Uhr im SIKS (Stadtteilinitiative Koblenzer Straße), Koblenzer Str. 9 (nahe S-Bahn-Station Galluswarte)
Referent: Harald Stubbe (IWW, Betriebsrat bei Eurest)
Gerade im Zuge der Wirtschaftskrise verschärft sich zunehmend der Umgang mit den Beschäftigten in zahlreichen Betrieben, werden betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen, Leute dazu genötigt, unbezahlte Überstunden zu leisten und alle möglichen Schikanen in Kauf zu nehmen. Angst um den Job und mangelndes Wissen über die eigenen Rechte im Betrieb führen häufig dazu, sich von Chefs und Vorgesetzten Dinge gefallen zu lassen, die rechtlich fragwürdig oder schlicht illegal sind. Die steigende Anzahl von Betrieben ohne betriebliche Interessenvertretung der Lohnabhängigen und die Zunahme ungesicherter und „flexibilisierter“ Beschäftigungsverhältnisse verstärken diesen Trend der Entrechtung.
Daher wollen wir in lockerer Folge uns selbst und weitere interessierte TeilnehmerInnen über rechtliche Voraussetzungen und praktische Handlungsmöglichkeiten in Konflikten am Arbeitsplatz informieren, um handlungsfähig zu werden, Selbstvertrauen zu stärken und solidarisches Handeln zu ermöglichen.
Themen des ersten Workshops sind:
- Überstunden
- Abmahnung
- Kündigung
- Arbeitszeugnis
Der Workshop ist offen für alle Interessierten. Arbeitsmaterialien werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Kaffee und Kuchen werden ebenfalls vorhanden sein. Wir bitten um eine kurze Anmeldung per E-Mail oder Brief.
Dienstag, 19. Mai 2009
Mittwoch, 15. April 2009
Internationalistische Maifeier der IWW Frankfurt
- Redebeitrag zur Geschichte des 1. Mai
- Internationale Speisen, zubereitet von KollegInnen der Eurest-Betriebsgruppe
- Musik und Getränke
- Nette Menschen, Infos und Gespräche
Freitag 1. Mai 09 ab 18 Uhr in den Räumen des SIKS (Stadtteilinitiative Koblenzer Straße),
Koblenzer Str. 9 (nahe S-Bahn-Station Galluswarte)
Dienstag, 17. März 2009
Veranstaltung: Die vielköpfige Hydra
Buchvorstellung und Diskussion:
Peter Linebaugh / Marcus Rediker: Die vielköpfige Hydra
Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks
(auf Deutsch erschienen 2008 bei Assoziation A)
Freitag 27. März um 20 Uhr im SIKS (Stadtteilinitiative Koblenzer Straße e.V.), Koblenzer Str. 9 (nahe S-Bahn-Station Galluswarte).
Referent: Christian Frings (Köln)
In ihrem im Jahr 2000 in den Vereinigten Staaten erschienenen Buch „The Many-Headed Hydra“ stellen die amerikanischen Historiker Peter Linebaugh und Marcus Rediker die Herausbildung des „atlantischen Kapitalismus“ dar. Sie beleuchten die Ursprünge und den atemberaubenden Aufstieg des frühen globalen Kapitalismus im Gebiet des „englischsprechenden Atlantiks“ vom Ende des 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, ohne den die Welt, wie sie heute ist, nicht gedacht werden kann. Unter Verwendung zahlreicher Primärquellen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Spektrums gelingt es den Autoren, die „versteckte Geschichte“ der atlantischen Kolonisation durch das aufstrebende britische Empire aus den „Fußnoten“ der Historiographie in den Mittelpunkt ihrer lebendigen Darstellung der Lebensbedingungen zu rücken.
Es ist die Geschichte der verarmten Massen, der Seeleute und Sklaven, der Schuldknechte, der einfachen Frauen, der marginalisierten Arbeiter und Bauern und all jener, die auf die sogenannten „common rights“ dringend angewiesen waren. Die Autoren weisen den schier endlosen Akten der Verstümmelung, der Exekution, des Terrors und der Knechtschaftsverhältnisse, denen europäische, afrikanische und amerikanische Arbeitskräfte ausgesetzt waren, den gebührenden Platz zu. Denn die Gewalt war, wie sie sagen, „größer, als die meisten Historiker es wahrhaben wollten“.
Im Gegensatz zur gängigen Geschichtsschreibung stellen die Autoren die Revolten und organisatorischen Anstrengungen der „multi-ethnischen Arbeiter“, die der erlittenen Gewalt etwas entgegenzusetzen versuchten, in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Die Armen treten als politische Subjekte in Erscheinung, anstatt als unberechenbare und politisch naive Masse abgetan zu werdenAus einer Fülle historischer Überlieferungen rekonstruieren und beschreiben die Autoren Aufstände, Streiks und Meutereien gegen das gewaltige Kolonialisierungs- und Siedlungsprojekt des Empire. Landlose, Sklaven und Entrechtete entwickelten Formen kooperativer Widerständigkeit, ohne dass dabei Fragen der nationalen Herkunft, der Hautfarbe oder des Geschlechts eine bestimmende Rolle spielten. Die Deklassierten entwarfen durchaus eigene Entwürfe eines „besseren Lebens“ ohne Ausbeutung und Gewalt.
In den Augen der jeweiligen Obrigkeit handelte es sich bei dieser unberechenbaren und oftmals unsichtbaren amorphen Unterschicht in der Tat um eine „vielköpfige Hydra“, der für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue wuchsen. Das Buch zeichnet die untergründige Geschichte des transatlantischen Empires auf. Im angelsächsischen Raum gilt es als Klassiker der neueren Labor History. Im Jahr 2001 wurde es mit dem International Labor History Award ausgezeichnet.
Im Anschluss an die Buchvorstellung: Wobbly-Barabend
Peter Linebaugh / Marcus Rediker: Die vielköpfige Hydra
Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks
(auf Deutsch erschienen 2008 bei Assoziation A)
Freitag 27. März um 20 Uhr im SIKS (Stadtteilinitiative Koblenzer Straße e.V.), Koblenzer Str. 9 (nahe S-Bahn-Station Galluswarte).
Referent: Christian Frings (Köln)
In ihrem im Jahr 2000 in den Vereinigten Staaten erschienenen Buch „The Many-Headed Hydra“ stellen die amerikanischen Historiker Peter Linebaugh und Marcus Rediker die Herausbildung des „atlantischen Kapitalismus“ dar. Sie beleuchten die Ursprünge und den atemberaubenden Aufstieg des frühen globalen Kapitalismus im Gebiet des „englischsprechenden Atlantiks“ vom Ende des 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, ohne den die Welt, wie sie heute ist, nicht gedacht werden kann. Unter Verwendung zahlreicher Primärquellen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Spektrums gelingt es den Autoren, die „versteckte Geschichte“ der atlantischen Kolonisation durch das aufstrebende britische Empire aus den „Fußnoten“ der Historiographie in den Mittelpunkt ihrer lebendigen Darstellung der Lebensbedingungen zu rücken.
Es ist die Geschichte der verarmten Massen, der Seeleute und Sklaven, der Schuldknechte, der einfachen Frauen, der marginalisierten Arbeiter und Bauern und all jener, die auf die sogenannten „common rights“ dringend angewiesen waren. Die Autoren weisen den schier endlosen Akten der Verstümmelung, der Exekution, des Terrors und der Knechtschaftsverhältnisse, denen europäische, afrikanische und amerikanische Arbeitskräfte ausgesetzt waren, den gebührenden Platz zu. Denn die Gewalt war, wie sie sagen, „größer, als die meisten Historiker es wahrhaben wollten“.
Im Gegensatz zur gängigen Geschichtsschreibung stellen die Autoren die Revolten und organisatorischen Anstrengungen der „multi-ethnischen Arbeiter“, die der erlittenen Gewalt etwas entgegenzusetzen versuchten, in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Die Armen treten als politische Subjekte in Erscheinung, anstatt als unberechenbare und politisch naive Masse abgetan zu werdenAus einer Fülle historischer Überlieferungen rekonstruieren und beschreiben die Autoren Aufstände, Streiks und Meutereien gegen das gewaltige Kolonialisierungs- und Siedlungsprojekt des Empire. Landlose, Sklaven und Entrechtete entwickelten Formen kooperativer Widerständigkeit, ohne dass dabei Fragen der nationalen Herkunft, der Hautfarbe oder des Geschlechts eine bestimmende Rolle spielten. Die Deklassierten entwarfen durchaus eigene Entwürfe eines „besseren Lebens“ ohne Ausbeutung und Gewalt.
In den Augen der jeweiligen Obrigkeit handelte es sich bei dieser unberechenbaren und oftmals unsichtbaren amorphen Unterschicht in der Tat um eine „vielköpfige Hydra“, der für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue wuchsen. Das Buch zeichnet die untergründige Geschichte des transatlantischen Empires auf. Im angelsächsischen Raum gilt es als Klassiker der neueren Labor History. Im Jahr 2001 wurde es mit dem International Labor History Award ausgezeichnet.
Im Anschluss an die Buchvorstellung: Wobbly-Barabend
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Hartz und die Folgen
Info- und Diskussionsveranstaltung der IWW Frankfurt:
Massenarmut, verschärfter Druck auf Erwerbslose, Arbeitszwang ...und wie wir uns dagegen wehren können
Referent: Frank Jäger (Tacheles e.V., Wuppertal)
Freitag 31. Oktober um 20 Uhr im SIKS, Koblenzer Str. 9 (nahe Galluswarte)
Vor 5 Jahren gingen hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen die umfassenden „Reformen“ der Sozialgesetzgebung zu protestieren, die dann als „Hartz-Gesetze“ bekannt wurden. Seitdem sind Millionen Betroffene in die Armut abgerutscht, rund 600.000 arbeiten in „Ein-Euro-Jobs“ und gerade in letzter Zeit wurde die Praxis der Arbeitsagentur im Umgang mit ihren „Kunden“ noch deutlich verschärft. Wir versuchen in dieser Veranstaltung
Ebenfalls in diesen Zusammenhang gehört der Trend zu ungesicherten Beschäftigungsverhältnissen und Jobs von denen auch in Vollzeit zunehmend viele Menschen nicht mehr leben können. Agenda 2010 und Hartz-Gesetze hatten und haben eindeutig in dieser Hinsicht eine verheerende Rückwirkung auf den „ersten Arbeitsmarkt“. Für uns stellt sich heute auch die Frage, wie Menschen mit und ohne Lohnarbeit oder zu viel davon, Prekäre, Minijobber, in Scheinselbständigkeit oder Schwarzarbeit gedrängte ArbeiterInnen sich gemeinsam gegen Ausbeutungsverhältnisse und Ämterstress wehren können.
Massenarmut, verschärfter Druck auf Erwerbslose, Arbeitszwang ...und wie wir uns dagegen wehren können
Referent: Frank Jäger (Tacheles e.V., Wuppertal)
Freitag 31. Oktober um 20 Uhr im SIKS, Koblenzer Str. 9 (nahe Galluswarte)
Vor 5 Jahren gingen hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen die umfassenden „Reformen“ der Sozialgesetzgebung zu protestieren, die dann als „Hartz-Gesetze“ bekannt wurden. Seitdem sind Millionen Betroffene in die Armut abgerutscht, rund 600.000 arbeiten in „Ein-Euro-Jobs“ und gerade in letzter Zeit wurde die Praxis der Arbeitsagentur im Umgang mit ihren „Kunden“ noch deutlich verschärft. Wir versuchen in dieser Veranstaltung
- die Entwicklung der letzten 5 Jahre nachzuzeichnen,
- die Auswirkungen der Hartz-Gesetze in einen Gesamtzusammenhang zu stellen,
- Die Verschärfungen der letzten Zeit und die Umstrukturierung der Arbeitsagenturen aufzuzeigen,
- Die Praxis der „Arbeitsgelegenheiten“ unter die Lupe zu nehmen,
- zu diskutieren, wie man sich gegen Schikanen, Kürzungen und Zwangsarbeit wehren kann
- und welche Perspektive für Selbstorganisation und Widerstand Erwerbsloser es gibt.
- die Auswirkungen der Hartz-Gesetze in einen Gesamtzusammenhang zu stellen,
- Die Verschärfungen der letzten Zeit und die Umstrukturierung der Arbeitsagenturen aufzuzeigen,
- Die Praxis der „Arbeitsgelegenheiten“ unter die Lupe zu nehmen,
- zu diskutieren, wie man sich gegen Schikanen, Kürzungen und Zwangsarbeit wehren kann
- und welche Perspektive für Selbstorganisation und Widerstand Erwerbsloser es gibt.
Ebenfalls in diesen Zusammenhang gehört der Trend zu ungesicherten Beschäftigungsverhältnissen und Jobs von denen auch in Vollzeit zunehmend viele Menschen nicht mehr leben können. Agenda 2010 und Hartz-Gesetze hatten und haben eindeutig in dieser Hinsicht eine verheerende Rückwirkung auf den „ersten Arbeitsmarkt“. Für uns stellt sich heute auch die Frage, wie Menschen mit und ohne Lohnarbeit oder zu viel davon, Prekäre, Minijobber, in Scheinselbständigkeit oder Schwarzarbeit gedrängte ArbeiterInnen sich gemeinsam gegen Ausbeutungsverhältnisse und Ämterstress wehren können.
Mittwoch, 13. August 2008
Der Weg entsteht beim Laufen oder Die Organisierung der Unorganisierbaren
Informations und Diskussionsveranstaltung am Donnerstag dem 4. September um 20 Uhr im Türkischen Volkshaus, Werrastr. 29 (Ffm-Bockenheim)
Die IWW I.U. 460 und die Organisierung von illegalen LagerarbeiterInnen in Brooklyn / New York
ArbeiterInnen aus Mexiko und Guatemala verladen in der New Yorker Hafengegend Fisch und Meeresfrüchte in LKWs und fahren sie in Feinschmecker-Restaurants entlang der US-amerikanischen Ostküste. Sie arbeiten mindestens 60 Stunden in der Woche, mitunter über 100 Stunden. Sie werden weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt. Die meisten von ihnen sind illegale Einwanderer. Wenn sie sich gewerkschaftlich organisieren, droht ihnen nicht nur die Kündigung, sondern die Abschiebung.
Auf diesem schwierigen Kampfterrain ist es den Industrial Workers of the World (IWW) in New York gelungen, die ArbeiterInnen von bislang 10 Lager- und Großhandelsfirmen zu organisieren. Statt eines hauptamtlichen Apparats ist das entscheidende Moment hierbei die Selbsttätigkeit und Kreativität der ArbeiterInnen.
Die IWW setzt neben Picket-Lines auf den Boykott. So wurden Restaurants entlang der Ostküste bedrängt, keine Meeresfrüchte und Fische von Ausbeutern abzunehmen, die gewerkschaftsfeindliche Praktiken anwendeten. Ferner waren die IWW und ihre Anwälte vor Gericht erfolgreich.
Die New Yorker IWW arbeitet regelmäßig zusammen mit „Make the Road by Walking“ (Hace el camino caminado), einer Initiative, die Community-Zentren in migrantischen Vierteln betreibt (derzeit in Bushwick, Brooklyn, Woodside and Jackson Heights, Queens and Port Richmond, Staten Island).
Es erwartet uns eine spannende Diskussion
- über die Arbeits- und Kampfbedingungen der illegalen LagerarbeiterInnen
- über die Situation der Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in den USA
- über das Konzept des „solidarity unionism“ als Organisierungsansatz
- über die Möglichkeiten internationaler Solidarität und Gegenmacht der ArbeiterInnen
mit Stephanie Basile (New York City)
Stephanie ist Mitglied der New Yorker IWW und eine Organizerin der IU 460 Foodstuffs Kampagne
Die IWW I.U. 460 und die Organisierung von illegalen LagerarbeiterInnen in Brooklyn / New York
ArbeiterInnen aus Mexiko und Guatemala verladen in der New Yorker Hafengegend Fisch und Meeresfrüchte in LKWs und fahren sie in Feinschmecker-Restaurants entlang der US-amerikanischen Ostküste. Sie arbeiten mindestens 60 Stunden in der Woche, mitunter über 100 Stunden. Sie werden weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt. Die meisten von ihnen sind illegale Einwanderer. Wenn sie sich gewerkschaftlich organisieren, droht ihnen nicht nur die Kündigung, sondern die Abschiebung.
Auf diesem schwierigen Kampfterrain ist es den Industrial Workers of the World (IWW) in New York gelungen, die ArbeiterInnen von bislang 10 Lager- und Großhandelsfirmen zu organisieren. Statt eines hauptamtlichen Apparats ist das entscheidende Moment hierbei die Selbsttätigkeit und Kreativität der ArbeiterInnen.
Die IWW setzt neben Picket-Lines auf den Boykott. So wurden Restaurants entlang der Ostküste bedrängt, keine Meeresfrüchte und Fische von Ausbeutern abzunehmen, die gewerkschaftsfeindliche Praktiken anwendeten. Ferner waren die IWW und ihre Anwälte vor Gericht erfolgreich.
Die New Yorker IWW arbeitet regelmäßig zusammen mit „Make the Road by Walking“ (Hace el camino caminado), einer Initiative, die Community-Zentren in migrantischen Vierteln betreibt (derzeit in Bushwick, Brooklyn, Woodside and Jackson Heights, Queens and Port Richmond, Staten Island).
Es erwartet uns eine spannende Diskussion
- über die Arbeits- und Kampfbedingungen der illegalen LagerarbeiterInnen
- über die Situation der Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in den USA
- über das Konzept des „solidarity unionism“ als Organisierungsansatz
- über die Möglichkeiten internationaler Solidarität und Gegenmacht der ArbeiterInnen
mit Stephanie Basile (New York City)
Stephanie ist Mitglied der New Yorker IWW und eine Organizerin der IU 460 Foodstuffs Kampagne
Donnerstag, 26. Juni 2008
Gegen Tarifflucht, Streikbruch und Arbeitsplatzabbau
Solidarität mit der Belegschaft der Frankfurter Rundschau
Informations- und Diskussionveranstaltung mit ArbeiterInnen und gewerkschaftlichen Vertrauensleuten bei der FR
Mittwoch 2. Juli um 20 Uhr im Türkischen Volkshaus, Werrastr. 29, Frankfurt-Bockenheim
Mit der Übernahme der Frankfurter-Rundschau durch den Neven-Dumont-Konzern ist ein rauher Wind eingezogen. Bereits in den letzten Jahren wurde die Belegschaft von 1600 auf 600 Arbeitsplätze reduziert. Ab Juli werden die Bereiche Rechnungswesen und Controlling nach Köln verlagert. Die FR soll in GmbHs aufgegliedert werden, die nicht mehr dem Tarifvertrag für die Druckindustrie unterliegen.
Vor wenigen Wochen kam es zum Warnstreik, der von den den Beschäftigten im Druckzentrum in Neu-Isenburg befolgt, jedoch durch Streikbrecherarbeit in Köln und Hannover unterlaufen wurde. Offensichtlich tut man sich bei ver.di schwer damit, eine standortübergreifende Solidarität mit einer kämpfenden Belegschaft zu organisieren.
Zugleich zeigt sich an der Entwicklung der FR, was ihre Inhalte wie auch das Layout betrifft,dass man über die Arbeitsverhältnisse nicht unabhängig von der Qualität des Produkts und umgekehrt diskutieren kann. Das bedeutet, dass das Thema nicht nur Solidarität mit der Belegschaft erfordert, sondern auch eine fatale medienpolitische Bedeutung hat. Neben den Machtverhältnissen in der Medienindustrie müssen dabei auch die sich verändernden Produktionsabläufe thematisiert werden
Wir wollen mit ArbeiterInnen der Frankfurter Rundschau über die Perspektiven ihres Kampfes und die Möglichkeiten der Solidarität über die Grenzen institutionalisierter Mitbestimmung hinaus diskutieren. Auch die Umstrukturierung der Medienlandschaft und der Produktionsbedingungen von Printmedien werden dabei eine Rolle spielen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen
Veranstalter:
express – Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftspolitik
Freie ArbeiterInnen Union (FAU-IAA), Ortsgruppe Frankfurt
Industrial Workers of the World (IWW), Ortsgruppe Frankfurt
Informations- und Diskussionveranstaltung mit ArbeiterInnen und gewerkschaftlichen Vertrauensleuten bei der FR
Mittwoch 2. Juli um 20 Uhr im Türkischen Volkshaus, Werrastr. 29, Frankfurt-Bockenheim
Mit der Übernahme der Frankfurter-Rundschau durch den Neven-Dumont-Konzern ist ein rauher Wind eingezogen. Bereits in den letzten Jahren wurde die Belegschaft von 1600 auf 600 Arbeitsplätze reduziert. Ab Juli werden die Bereiche Rechnungswesen und Controlling nach Köln verlagert. Die FR soll in GmbHs aufgegliedert werden, die nicht mehr dem Tarifvertrag für die Druckindustrie unterliegen.
Vor wenigen Wochen kam es zum Warnstreik, der von den den Beschäftigten im Druckzentrum in Neu-Isenburg befolgt, jedoch durch Streikbrecherarbeit in Köln und Hannover unterlaufen wurde. Offensichtlich tut man sich bei ver.di schwer damit, eine standortübergreifende Solidarität mit einer kämpfenden Belegschaft zu organisieren.
Zugleich zeigt sich an der Entwicklung der FR, was ihre Inhalte wie auch das Layout betrifft,dass man über die Arbeitsverhältnisse nicht unabhängig von der Qualität des Produkts und umgekehrt diskutieren kann. Das bedeutet, dass das Thema nicht nur Solidarität mit der Belegschaft erfordert, sondern auch eine fatale medienpolitische Bedeutung hat. Neben den Machtverhältnissen in der Medienindustrie müssen dabei auch die sich verändernden Produktionsabläufe thematisiert werden
Wir wollen mit ArbeiterInnen der Frankfurter Rundschau über die Perspektiven ihres Kampfes und die Möglichkeiten der Solidarität über die Grenzen institutionalisierter Mitbestimmung hinaus diskutieren. Auch die Umstrukturierung der Medienlandschaft und der Produktionsbedingungen von Printmedien werden dabei eine Rolle spielen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen
Veranstalter:
express – Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftspolitik
Freie ArbeiterInnen Union (FAU-IAA), Ortsgruppe Frankfurt
Industrial Workers of the World (IWW), Ortsgruppe Frankfurt
Freitag, 6. Juni 2008
Demokratie auch für ArbeiterInnen!
Protest-und SolidaritätskundgebungSamstag, 7. Juni 2008, 10.30-12 Uhrvor Boesner Frankfurt, August-Schanz-Str. 12(Preungesheim, erreichbar mit U5 und Buslinie 63)
Die Boesner GmbH ist eine Kette, die mit Künstlerbedarf handelt und
derzeit Deutschland mit Filialen überzieht.
Die Boesner-Geschäftsleitung in Köln verhinderte im Januar 2008 eine
Betriebsratsgründung durch psychischen Druck und Drohungen gegen
die Belegschaft.
Jetzt wird die Kölner Filiale samstags geöffnet, ohne dass neues
Personal hinzukommt, oder Wochenendzuschläge bezahlt werden: Die
Beschäftigten werden einfach noch mehr rennen müssen.
Die Einführung der Samstagsarbeit und weitere Maßnahmen waren im
Januar angedroht worden, falls die Beschäftigten sich erdreisten
würden, einen Betriebsrat zu wählen. Gegenwehr ist nötig, allein schon
um der Geschäftsleitung zu zeigen, dass ihrer Willkür Grenzen gesetzt
sind.
Die Kölner Wobblies rufen deshalb zu einer Kundgebung auf. Wir
solidarisieren uns und werden zeitgleich in Frankfurt protestieren.
Die Boesner GmbH ist eine Kette, die mit Künstlerbedarf handelt und
derzeit Deutschland mit Filialen überzieht.
Die Boesner-Geschäftsleitung in Köln verhinderte im Januar 2008 eine
Betriebsratsgründung durch psychischen Druck und Drohungen gegen
die Belegschaft.
Jetzt wird die Kölner Filiale samstags geöffnet, ohne dass neues
Personal hinzukommt, oder Wochenendzuschläge bezahlt werden: Die
Beschäftigten werden einfach noch mehr rennen müssen.
Die Einführung der Samstagsarbeit und weitere Maßnahmen waren im
Januar angedroht worden, falls die Beschäftigten sich erdreisten
würden, einen Betriebsrat zu wählen. Gegenwehr ist nötig, allein schon
um der Geschäftsleitung zu zeigen, dass ihrer Willkür Grenzen gesetzt
sind.
Die Kölner Wobblies rufen deshalb zu einer Kundgebung auf. Wir
solidarisieren uns und werden zeitgleich in Frankfurt protestieren.
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