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Der allgemeinen Verschlechterung der Lebenslage für alle Lohnabhängigen in der BRD der letzten 25 Jahre konnten die Mainstream Gewerkschaften wie der DGB nichts entgegensetzen – und wollten es eigentlich auch nicht
so richtig. Aber auch von linker (gewerkschaftlicher) Seite waren die Versuche, dem etwas entgegen zu setzen, begrenzt. Oft genug scheinen die Organisierungsbemühungen wenig von Erfolg gekrönt zu sein. Viele Linke in der BRD sind deshalb auch der Meinung, dass es gerade im prekären
Niedriglohnbereich nicht möglich ist, sich mit KollegInnen zusammen zu organisieren. Das dem nicht so sein muss, zeigen die Erfolge der IWW in den USA, aber auch in der Bundesrepublik. Mit Übersetzung Deutsch/Englisch.
Montag, 8. Juni 2015
Freitag, 15. Mai 2015
Wie ich gefeuert wurde und meinen Job wiederbekam
Von Emmett J. Nolan (Portland, Oregon USA)
Dieser
Artikel
kommt von einem Organizer der
»Industrial Workers of the World (IWW)«
aus Portland, Oregon (USA) und
beschreibt
die
Umstände unter
denen
er gefeuert wurde und anschließend zurück an seinen Arbeitsplatz
kam. Wissend, dass
Kündigungen die größte Gefahr während des Organizings
darstellen, sind solche detaillierten Beschreibungen sehr wertvoll
für ArbeiterInnen, die lernen möchten sich zu organisieren. Emmett
organisierte sich in einem typischen Umfeld: Ohne Gewerkschaft, nur
halb-öffentlich
und bemüht darum, die Fehler der Business-Unions
nicht zu wiederholen, Arbeit ohne Betriebsvereinbarungen,
Gewerkschaftswahlen
oder
die typischen Abmachungen
zwischen Gewerkschaften und Geschäftsführung. Emmetts Geschichte
ist hilfreich um zu zeigen, welche Spannungen im Arbeitsprozess
entstehen und wie es möglich ist, Dinge zu verändern.
Weiterlesen auf Labournet:
Freitag, 20. März 2015
Debattenbeitrag von IWW OrganizerInnen in der »Analyse & Kritik« zum Verhältnis von linkem Aktivismus und eigener Berufstätigkeit
Wie sich der Reformismus in die »spannenden Jobs« vieler Linker schleicht.
Die Arbeitsbedingungen dominieren den Inhalt der Lohnarbeit - trotz der Schönrederei der Berufspraxis linker Akademiker_innen
Von Frieda Heumann und Mark Richter
Wo
stehst du, wenn es knallt? Die Antwort liegt in der eigenen
kämpferischen Praxis. Denn ob Linke Katalysator für die Revolte sind
oder nur die zukünftige Innovationselite für das Kapital, ist keine
Frage der Theorie. Das klingt zwar hart, verdeutlicht aber auch die
Lücke zwischen dem Anspruch der radikalen Linken und der realen
Teilnahme an stattfindenden Kämpfen. Entgegen der Behauptung vieler
Linker gibt es die befriedeten Arbeitsplätze gar nicht, an denen
Kolleg_innen nicht tagtäglich von ihren Chef_innen drangsaliert werden.
Selbst die Jobs, in denen die gut ausgebildete Mittelschicht arbeitet,
sind von Konflikten geprägt. Diese werden jedoch oft als individuelles
Fehlverhalten verhandelt. Dieser Umstand taucht in der Debatte zu selten
auf. Er offenbart sich nämlich erst, wenn man mittendrin steckt oder
sich aufmerksam mit Kolleg_innen unterhält. Daher unsere Devise:
Organize!Dienstag, 3. Februar 2015
Mit dem DGB gegen die AfD?
Von der IWW Bremen:
In den Bemühungen, eine große, einheitliche Demonstration zum AfD Bundesparteitag im Hotel Maritim am 31. Januar vorzubereiten, spielen DGB-Funktionär/innen aus verschiedenen politischen Richtungen eine wichtige, aber nicht unwidersprochene Rolle. Das gemeinsame Bemühen der DGB-Aktivist/innen, in der Hauptsache bei verschiedenen Einzelgewerkschaften angestellten Sekretäre, ist darauf ausgerichtet, den DGB in eine herausragend sichtbare Position zu bringen. Am besten in die erste Reihe mit besonderer Berücksichtigung bei Redebeiträgen und Presseauftritten.
Wir möchten mit diesem Beitrag einen Blick auf die inhaltlichen Positionen werfen, für die der DGB sich in den letzten Jahren stark gemacht hat und daran bewerten, ob ein Platz in der ersten Reihe angemessen ist.
Die AfD steht für eine extreme Variante deutschen Nationalismus, sie schürt rassistische Anschauungen zu Angst vor Zuwanderer/innen in die Sozialsysteme. In besonderer Weise propagiert die AfD die kapitalistischen Konkurrenzverhältnisse und feiert Leistungszwang. Wer sich für den Standort Deutschland kein Bein ausreißen kann oder will, soll harsch diszipliniert werden: Zahlreiche AfD-Denker/innen haben schon sehr laut über den Entzug des Wahlrechts für BezieherInnen von Sozialleistungen (Hartz IV) nachgedacht. Die AfD bedient Stammtischhetze gegen Minderheiten, befördert Homophobie, schürt viele Proteste gegen die Einrichtung von Unterkünften für Flüchtlinge.
Dienstag, 13. Januar 2015
Antidemokratisches Seminar im Mercure Hotel Eschborn verhindern!
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| "Der Boss braucht dich - du brauchst ihn nicht!" |
Am 08. Januar begann im Mercure Hotel in Eschborn eine antidemokratische Seminarreihe der Kanzlei Schreiner & Partner, die sich vornehmlich damit beschäftigt, wie die Rechte von Lohnabhängigen in Betrieben systematisch hintergangen werden können. In diesen Seminaren geht es vor allem darum Unternehmenschefs und Personaler*innen miese Tricks im Umgang mit
kämpferischen Betriebsräten und unliebsamen Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmern beizubringen. Bereits die Titel der Seminare sprechen Bände, wie eine beispielhafte Auflistung zeigt:
- „Der Umgang mit schwierigen Betriebsräten – So reagieren Sie richtig auf blockierende, übereifrige oder fremdgesteuerte Betriebsräte.“ (08.01), - „Die einseitige Änderung von Arbeitsverhältnissen
- So flexibilisieren Sie ihre Arbeitsverhältnisse“ (04.02.), - „Die Kündigung störender Arbeitnehmer
- So gestalten Sie kreativ Kündigungsgründe“ (05.02.),
- „So weisen Sie ihren Betriebsrat in die Schranken“ (25.03.) und zum krönenden Abschluss am 22.04: „In Zukunft ohne Betriebsrat“.
Existenziell Bedroht: Erwerbslos / prekär / befristet / Niedriglohn
Heute präsentieren wir euch einen Veranstaltungsmitschnitt des Blockupy Bündnis Bremen mit Herbert Thomsen vom Bremer Erwerbslosenverband. Er referiert über die so genannte Erwerbslosenbewegung, die Schaffung des Niedriglohnsektors mit Hilfe des DGB und den Widerstandsperspektiven. Der Vortrag fand bereits im April 2014 statt, bleibt aber weiterhin aktuell.
https://www.youtube.com/watch?v=s9fuR2eGVCQ
Freitag, 9. Januar 2015
8,50 Euro Mindestlohn – Hartz IV ist gewiss
via IWW Bremen
Am 1. Januar 2015 ist es soweit: Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50
Euro kommt. Es gibt viele Ausnahmen extra für Zeitungszusteller/innen,
Menschen unter 18 Jahren, Azubis, ausbildungsbegleitende Praktika und
für Langzeitarbeitslose.
Der DGB sieht im Mindestlohn eine wichtige Komponente für fairen Lohn und gute Arbeit. Die Bundesregierung sieht die Würde in der Arbeit wiederhergestellt.
An der betrieblichen Ausbeutung wird der Mindestlohn nichts ändern. Die Unternehmen planen umfangreiche Maßnahmen sich schadlos zu halten, so etwa die Einstellung von billigen Auszubildenden oder die Ausweitung von unbezahlten Überstunden. Wehren müssen wir uns selbst – es hilft kein Gesetz.
Am 1. Januar 2015 ist es soweit: Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50
Euro kommt. Es gibt viele Ausnahmen extra für Zeitungszusteller/innen,
Menschen unter 18 Jahren, Azubis, ausbildungsbegleitende Praktika und
für Langzeitarbeitslose.Der DGB sieht im Mindestlohn eine wichtige Komponente für fairen Lohn und gute Arbeit. Die Bundesregierung sieht die Würde in der Arbeit wiederhergestellt.
An der betrieblichen Ausbeutung wird der Mindestlohn nichts ändern. Die Unternehmen planen umfangreiche Maßnahmen sich schadlos zu halten, so etwa die Einstellung von billigen Auszubildenden oder die Ausweitung von unbezahlten Überstunden. Wehren müssen wir uns selbst – es hilft kein Gesetz.
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